Vor etwas über einem Jahr spukte in meinem Kopf eine Idee herum. Ich wollte mir selber eine Tasche nähen. Bisher hatte ich mit dem Nähen wenig bis gar nichts am Hut. Ja, meine Horrorszenarien im Handarbeitsunterrricht waren noch immer nicht verblasst, um so mehr verwunderte mich dieser Gedanke. Aber mal da, lies er sich nicht mehr "wegdenken". Wie es so meine Art ist horchte ich eine Weile in mich hinein, ob ich das wirklich brauchte und was ich damit alles anstellen wollte. Doch es kamen immer mehr Ideen und schließlich weckte ich eines Morgens mein Schätzelein mit den Worten: "Ich brauch' eine Nähmaschine, oder mein Kopf platzt!"
Nun gut, mein Schätzelein kennt mich gut genug um zu wissen, dass ich darüber wohl schon länger nachdachte und unterstützte mich sofort bei der Idee. Da ich schon wusste, dass ich viel aus Jeans nähen wollte musste auch eine Maschine mit einem etwas stärkeren Motor her (nicht so ein Billigteil, wie es mir vorgeschwebt war; ich wusste ja nicht ob's mir taugt...), - so machte mir auf jeden Fall die Verkäuferin im Fachgeschäft klar. Also wieder mit mir gerungen, doch heute bin ich wirklich froh, dass mich mein Schatz zu der "guten" Maschine überredet hat. Eine Pfaff select 3.0 ist es geworden. Sie leistet wirklich gute Arbeit, doch manchmal wünsche ich mir eine größere (Zier)-Stichauswahl...
Ja, falls mein Maschinchen auf dem Weg zu mir dachte, es käme in einen Haushalt, in dem nur ab und an leichte Gardinchen genäht werden müssten und ansonsten wäre Urlaub, hat sie sich gehörig geschnitten! Sie muss sich fast dauernd durch dicken Jeansstoff oder Bundeswehrseesack (und das meist mehrlagig) kämpfen, dass nicht nur der Motor der Guten heissläuft, sondern auch mir regelmäßig Schweißtropfen auf der Stirn stehen...
Und wie Ihr wisst: Mit "gelegentlich" ist auch nicht viel los! *kicher*
Alles aufzuzählen, was mir in diesem ersten Jahr von der Nadel gesprungen ist wäre zu viel. Doch mein erstes Werk, das ich mit stolzgeschwellter Brust betrachtete, das zeig ich Euch:
Anfangs habe ich mir immer gedacht: Wenn ich nicht mehr weiterkomme, mache ich einen Nähkurs. Doch dazu ist es bisher nicht gekommen. Auch Dank des www und somit auch Euch! Was ich im Internet alles gelernt habe! Irgendwann wollte ich dann nicht mehr nur gucken, sondern auch meinen Senf dazugeben und kam so zum Bloggen. Aber das ist eine gaaanz andere Geschichte und hat noch über 1/2 Jahr Zeit... :o)
Kaufgeschenke gehören seit meines Nähfiebers (fast) der Vergangenheit an. Auch heute darf ich wieder zwei liebe Menschen mit hübschen Kleinigkeiten beglücken:
Die Anleitung für die zauberhaften MugRugs kommt von der lieben
Gesine. Nochmals vielen Dank dafür mein Liebe! *drück*
Mit meinen kleinen Geschenken schaue ich jetzt vorbei beim
FamSamstag und bei der
Revival-Linkparty und dann statte ich meine Besuche in Augsburg ab. Ich freu mich schon!
Außerdem habe ich noch bei
Katharina gesehen, das
Susanne z. Zt. die ersten Nähwerke sammelt. Da schick' ich doch gleich mal meine Tasche vorbei...
Ich wünsche Euch ein zauberhaftes Wochenende!
Liebe Grüße, Marlies