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Mittwoch, 22. April 2015

Mamina aus Jersey - eine echte Alternative!

Auf der "Creativa" habe ich unter anderem die liebe Sandra getroffen. Und die trug ihre neue Mamina - genäht aus Jersey. Gut für mich, denn so konnte ich sie gleich fragen, was dabei zu beachten wäre....

Sandra meinte, eine Nummer kleiner nähen.... Gut, ich bin ja nun niemand, der brav sein Schnittmuster in der entsprechenden Größe abpaust. Ich schneide es aus und hoffe, dass sich meine Figur die nächsten 10 Jahre (mindestens) nicht verändert... Das ist natürlich nicht so, aber alles andere dauert mir Ungeduldstropf zu lange...

Also entschied ich den Stoff einfach ohne Nahtzugabe zuzuschneiden und hoffte, dass das dann passt... 
Beim Nähen hat sich dann noch hier und da alles ein wenig verzogen - ist halt Jersey und kein Baumwollstoff... Vor allem die Biesen waren mit Jersey schwieriger zu nähen.


Mamina 
Letztendlich sah alles etwas schepps (hochdeutsch: schief) aus, weswegen ich hier und dort die Schere ansetzte. Dass ich hier und da auch vergessen hatte, die Nahtzugabe wegzulassen (und ich später nicht mehr wusste wo...) macht es auch nicht besser...  Es grenzt an ein Wunder, dass die Mamina dann zum Schluss gepasst hat wie eine Eins! Was sagt das über mich aus? Vermutlich bin ich auch hie und da ein bisschen schepps...




Fotografiert haben wir in Sirmione.

 Ich liebe meine neue Mamina. Jersey ist einfach gemütlicher als Baumwolle...

Hier noch ein paar Fotos von unserm Kurztrip an den Gardasee:


Das war nur EINE Kugel mit ETWAS Sahne, ich schwör's!
...und das war noch nicht mal die größte Zitrone! 




auf dem Heimweg...
Schnitt: "Mamina" von "ki-ba-doo".

Verlinkt beim MeMadeMittwoch.

Ich wünsche Euch noch einen schönen sonnigen Tag!
Liebe Grüße,
Marlies

Dienstag, 14. April 2015

MaKira Nr. 2

Bereits bei meiner MaKira Nr. 1 (*klick*) war klar, dass es von diesem Schnitt noch mehr geben würde. Ebenso war klar, dass ich unbedingt aus der tollen neuen Stoffserie "Elizabeth" von "Tula Pink" nicht nur Taschen und Täschchen (*klick*) und (*klick*), sondern auch eine Klamotte brauche...


Weil sich durch die Paspel der pink-violette Stoff (den ich mir übrigens von der "Creativa" mitgebracht habe...) so wunderbar abgrenzt, habe ich nicht nur am Halsausschnitt eine Paspel eingenäht, sondern auch an den Armbündchen und am unteren Bund.


Die Ärmel habe ich diesmal kürzer gehalten - es geht ja Richtung Frühjahr/Sommer - und am Armbündchen einen Schlitz eingenäht. 


Dafür habe ich den Stoff doppelt rechts auf rechts genommen, gebügelt, einen kleinen Schlitz hineingeschnitten, um den Schlitz abgesteppt und das Ganze dann gewendet und ausgebügelt. Anschließend wird die Paspel angenäht, kennt Ihr ja...

Die MaKira versäubert habe ich mit meiner neuen Errungenschaft, der Babylock und habe sie dafür zum ersten Mal angeworfen. Hat GsD gleich alles funktioniert! Sieht gleich viel ordentlicher aus!




Hier noch meine (bisherigen) Täschchen mit dem wundervollen Stoff...
Fotografiert haben wir letztes Wochenende am Gardasee, wo wir für drei Tage campen waren. So kleine Wochenendausflüge machen wir immer wieder mit unserem VW-Bus und lieben das!

In diesem unserem VW-Bus schlafen wir auf unseren WE-Ausflügen immer -
wir oben und die Jungs unten...
Besonders gefreut habe ich mich diesmal auf die Fahrt, denn wir fuhren ja richtig dem Frühling entgegen.
Nachdem hier in Bayern erst langsam die Natur aus dem Winterschlaf erwacht (am Ostermontag hatten wir nochmal Schnee) wurde es von Kilometer zu Kilometer grüner um uns herum.
Praktisch Frühlingserwachen im Zeitraffer!

Als wir am Sonntag dann wieder nach Hause fuhren habe ich selbe Entwicklung im Rückwärtsgang einfach ignoriert.... ;o)

Ich lasse Euch noch ein paar Fotos da...

Gecampt haben wir bei Lazise.






Zwischendurch mit Hexagon-Paperpiecing beschäftigt...- mit hochkonzentriertem Blick... :o)

Demnächst zeig' ich Euch noch ein Shirt, dass ich vorher genäht habe mit noch ein paar Fotos mehr vom schönen Gardasee...

Ach ja, und wer es noch nicht weiss:
Der Schnitt nennt sich "MaKira" und ist zu bekommen bei "ki-ba-doo".
Den Stoff "Elizabeth" habe ich beim Stoffdealer meines Vertrauens in München gekauft: *klick*.

Ich wünsche Euch noch einen schönen kreativen Dienstag.

Liebe Grüße,
Marlies


P.S.: Ich möchte Euch noch an folgenden Sew-Along erinnern:
Wir nähen ab dem 27. April die Sew-Together-Bag zusammen mit vielen Fotos und Erklärungen in deutscher Sprache... Du hast also noch genügend Zeit, Dir alles, was nötig ist zu besorgen! Ich freue mich über jede, die mitmacht!


Mittwoch, 5. November 2014

Mittwochs mag ich... Euch vom Zauber des Heutals berichten

Dieser Post ist wieder etwas länger. Vor allem, weil ich Euch ein wenig Einblick in meine Vergangenheit gewähren möchte und meine Erfahrung mit den Bergen bzw. eines ganz bestimmten. Interessiert? Na dann mal los!

Auf's Heutal "müssen" wir mindestens einmal im Jahr. Obwohl die ersten Besuche - sagen wir mal - eher negativ besetzt waren...

Beim ersten Mal wollten wir (damals noch kinderlos, muss so 1998 gewesen sein) hoch hinaus und vom Heutal aus gleich noch das Sonntaghorn erklimmen (beide völlig untrainiert, aber das tut jetzt nix zur Sache...).
Also sind wir morgens um 5 h gestartet und erstmal so weit wie möglich geradelt (Auto hatten wir damals keins). Leider war das nicht so weit, wie wir gehofft hatten, denn ein Unwetter ein paar Tage vorher hatte eine Brücke, die zu passieren gewesen wäre, weggerissen. Also, Fahrräder deutlich früher abgestellt, den Bach zu Fuß überquert und dann erstmal ein paar Stunden gegangen, bis wir überhaupt am Berg waren. Dann eine wunderschöne Wanderung hinauf zum Heutal, die Wasservorräte waren schon etwas knapp, doch das erste Wirtshaus oben sollte unser sein.... - so dachten wir...
Erstes Gasthaus: Ruhetag, zweites Gasthaus: wegen Renovierung geschlossen, drittes Gasthaus: Betriebsurlaub.... Das konnte echt nicht wahr sein! Aber aufgeben? Nöööö, wir doch nicht!
Frisch voran, ohne Wasser, am Südhang in der Mittagshitze nach oben... Hatte ich schon erwähnt, dass wir völlig untrainiert waren? Oben waren wir erstmal platt. Den selben Weg zurück wollten wir nicht, der auf der anderen Seite des Berges sollte angeblich kürzer sein....
Dazu musste ich erstmal auf allen vieren einen Bergkamm überqueren (habe ich schon mal erwähnt, dass ich's nicht so mit der Höhe habe?).
Dann hieß es beherzt eine Geröll-Scharte hinunterlaufen, wobei ich ein paar mal stürzte und infolgedessen mit bluten Knien und Schienbeinen unten ankam. War in dem Moment nicht mehr sooo gut auf mein Schätzelein zu sprechen, der diese Route schließlich vorgeschlagen hatte (ist immer besser, wenn ein anderer Schuld hat, gell?). Doch wenigstens gab's unten einen Bach mit frischem Gebirgswasser, wo wir unseren Durst stillen und unsere Trinkflaschen füllen konnten.
Am ersten Gasthof, den wir sahen, gab's die beste Pasta meines Lebens.... Vielleicht hatten wir abends um 19 h auch einfach nur Hunger...

Zweiter Versuch. Diesmal waren wir ein Jahr älter und WESENTLICH klüger. Ich außerdem noch hochschwanger. Na gut, im 7 Monat, sah aber aus als's würde es gleich losgehen. Doch hoch zum Heutal (auf einer anderen Strecke) fand ich durchaus machbar.
Hoch kam ich auch ganz wunderbar und wir genossen den tollen Tag in vollen Zügen. Oben meinte ich dann, meine erhitzten Beine in einem Bach abkühlen zu müssen. Als ich mir anschließend wieder die Schuhe binden wollte: Zack, Hexenschuss! Ich kam nicht mehr hoch... bzw. erst nach laaaanger Zeit und ganz gerade wurde ich auch nicht. Das wurde ein recht beschwerlicher Weg nach unten, bei dem ich mir dauernd vorstellte, wie ich es wohl auf mein Mountainbike schaffen sollte. Ging aber, man wächst an seinen Aufgaben.... Die Wanderer, die uns entgegenkamen schüttelten über mich (die ich hinkend auf meinen Mann gestützt - hochschwanger - nach unten humpelte) nur den Kopf...

Ungefähr 3 - 4 Jahre später (wir waren mittlerweile stolze Eltern von zwei Jungs und - Ihr ahnt es - NOCH KLÜGER) meinten wir, nochmal das Heutal besuchen zu müssen. Diesmal hatte Schätzelein die GRANDIOSE Idee, das Auto bei der Winklmoos-Alm abzustellen und mit unseren Rädern (ganz normale Tourenräder mit Kindersitz UND Kind hintendrauf) zum Heutal zu radeln.
Ohne Frage, eine schöne Strecke.... Hin, war auch noch ganz o.k., zurück hätte ich ihn wieder schütteln können, meinen Liebsten....

Habt ihr schonmal ein Rad mit schlafendem Kind hintendrauf kilometerweit den Berg hochgeschoben? Also, keine Teerstrecke oder so.... Neeee! Uns kamen nur Mountainbiker entgegen... kopfschüttelnd mal wieder... ("Ist das nicht die Schwangere von vor ein paar Jahren?... " *lach*)
Fragt mich nicht, wie ich am Auto ankam....

Dann trauten wir uns erstmal nicht mehr. Für uns hatte das Heutal irgendwie ein schlechtes Karma... (kann ein Ort ein übles Karma haben? *gg*)
Irgendwann wollten wir's dann nochmal wissen und wanderten mit den Kindern den regulären Weg: alles wunderbar, der Bann war gebrochen!

Und wie gesagt, seither einmal jährlich, ist einfach eine traumhafte Strecke.

Diesmal (wie auch im letzten Jahr) waren wir ohne unsere Jungs unterwegs. Schätzelein nimmt dann die anspruchsvolle Mountainbikestrecke über die Winklmoos-Alm, während ich den gemütlicheren Nähtanten-Weg zu Fuß wähle...

Am besten parkt man am Holzknechtmuseum in Ruhpolding. Wenn man die Fahrräder dabei hat verkürzt sich die Strecke von 6 km zum Berg zeitlich natürlich erheblich. Immer schön dem Weg Richtung "Staubfall" nach oben folgen.


Holzknechtmuseum Ruhpolding
Ab dieser Brücke geht's dann nur zu Fuß weiter.
Nach kurzer Zeit ist man auf österreichischem Hoheitsgebiet.
Da ist er, der Staubfall. Wirklich sehr beeindruckend. Und die Strecke führt hinter im hindurch.
 Diesmal gab's gleich nach dem Staubfall mehrere Absperrungen. Ich wusste nicht so recht warum (und warum können die das nicht unten anschreiben???). Nach einiger Zeit beschloss ich, vorsichtig trotzdem weiterzugehen.

Insgesamt kamen 8 Absprerrungen. Der Weg stand stellenweise unter Wasser. Es schien, als seien dort ein paar Tage zuvor zwei kleinere Schneelawinen heruntergekommen.
Außerdem hatte es ein paar Sicherungspfähle zum Tal hin weggerissen. Immer schön am Fels entlang war's aber kein Problem.






Prost!
Fußlahme oder Gehfaule können übrigens auch von der anderen Seite aus mit dem Auto hochfahren.
Über diesen kleinen Suizid-Schmetterling haben wir uns recht amüsiert.
Kurz nach diesem Foto sprang er regelrecht in mein Radler.
Schätzelein goss es einige Meter vom Tisch entfernt aus und setzte den Schmetterling auf's Trockene.
Kurze Zeit später kam er wieder an und setzte sich in die Salatsoße...

 Den Weg zurück gingen wir dann zusammen.























Wie gesagt: Lasst Euch von meinen ersten Erzählungen nicht abschrecken. Ist wirklich eine schöne Wanderung, die auch mit Kindern gut machbar ist.

Ich wünsche euch noch einen schönen Mittwoch und verlinke mich hier:

- Mittwochs mag ich...
- Martinas Urlaubsbilder
- Katjas Reiseberichte

Liebe Grüße,
Marlies